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a) Ein 73-jähriger Mann bemerkte seit Jahren eine gelbliche Verfärbung der distalen Großzehnägel. Aufgrund der Schmerzlosigkeit schenkte er dem keine Beachtung und hielt es für eine „Alterserscheinung“. Im Verlauf der Jahre nahm die Verfärbung zu breitete sich von distal nach proximal aus sowie auf andere Fußnägel. Zusätzlich stellte er fest, dass das Schneiden der Nägel durch Verformungen und Brüchigkeit erschwert war. Erst nachdem die verformten Nägel zu Beschwerden in Form von Druckschmerz führten, suchte er einen Hautarzt auf. Er stellte anhand der klinischen Untersuchung und der Pilzkultur die Diagnose einer Onychomykose der Fußnägel. Der Patient erhielt einen antimykotischen Lack (Wirkstoff Amorolfin), worunter es nach ca. 6 Monaten zur Rückbildung kam, sodass allmählich gesundes Nagelmaterial proximal nachwachsen konnte.

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b) Ein 24-jähriger Mann litt seit seiner Jugend unter rezidivierenden Rötungen und Schuppungen im Bereich der Zehenzwischenräume. Vor allem im Sommer waren die Zehenzwischenräume zwischen 3. und 4. Fußzehe betroffen. In seiner Freizeit spielt er regelmäßig Fußball, joggt täglich und nimmt an Wettkämpfen teil. Da die Tinea pedis meist keine Beschwerden verursachte, verwendete er nur unregelmäßig bei starkem Juckreiz eine frei verkäufliche Creme mit antimykotischem Wirkstoff (Wirkstoff Clotrimazol). Darunter trat eine Besserung, jedoch keine Abheilung ein, sodass es kurze Zeit nach Absetzen des Präparates zum Rezidiv kam. Nach einem Training bemerkte er starke Rötungen und einige Krusten im Bereich der Zehenzwischenräume. Daraufhin erfolgte erstmalig eine dermatologische, klinische Untersuchung und die Diagnose einer entzündlichen Tinea pedis wurde gestellt. Aufgrund der entzündlichen Komponente rezeptierte die behandelnde Dermatologin ein Kombinationspräparat bestehend aus Itraconazol/Diflucortol. Nach 4-tägiger Anwendung bildeten sich Rötung und Schwellung zurück. Anschließend erfolgte eine Nachbehandlung mit Ciclopirox Creme 2 x täglich und Tannosynt Fußbädern zur Nacht. Darunter kam es zur vollständigen Abheilung und Beschwerdefreiheit.

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c) Eine 36-jährige Frau, die seit Jahren orale Kontrazeptiva einnahm, bemerkte vor einigen Tagen vaginalen Juckreiz und weißlich-krümeligen Ausfluss. Da die Beschwerden im Verlauf zunahmen, stellte sie sich beim Gynäkologen vor, der anhand der klinischen Untersuchung und des mikroskopischen Nativpräparates eine Vaginalmykose durch Candida feststellte. Nach einmaliger Applikation einer antimykotischen Vaginalcreme (Wirkstoff Clotrimazol) kam es zur kompletten Abheilung.

d) Ein 6-jähriges Kind wurde in der dermatologischen Sprechstunde mit kreisrundem Haarausfall vorgestellt. Die Veränderungen an der behaarten Kopfhaut bestanden seit etwa 6 Wochen. Bei der Untersuchung fielen abgebrochene Haare, örtliche Entzündungsreaktionen mit Krustenbildung und eitrigen Absonderungen auf. Auf Nachfrage berichteten die Eltern, dass seit 8 Wochen eine Katze im Haushalt gehalten werde, die seit einiger Zeit haarlose Stellen im Fellbereich hatte. Die Kombination aus Anamnese, klinischer Untersuchung und der Pilzkultur führte zur Diagnose Tinea capitis, übertragen durch die Katze. Das Kind wurde mit antimykotischen Tabletten (Wirkstoff Griseofulvin) behandelt. Das Haustier wurde durch den Tierarzt ebenfalls therapiert.

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e) Eine 79-jährige Frau trägt seit 5 Jahren eine Ober- und Unterkieferprothese. Bisher hatte sie zwar gelegentlich lokale Druckstellen, jedoch keine ernsthaften Beschwerden. Vor etwa 6 Monaten stellte der Hausarzt einen Diabetes mellitus fest. Trotz Behandlung waren die Blutzuckerwerte weiterhin erhöht. Seit 3 Wochen klagte die Patienten über Brennen und Juckreiz im Gaumenbereich. Der Zahnarzt konnte keine zahn- oder prothesenbedingte Erkrankung feststellen und überwies die Patientin zum Dermatologen. Bei der klinischen Untersuchung fielen unter der Prothese weißliche Flecken auf leicht geröteter Schleimhaut auf. Es lag eine orale Candidose vor, die sowohl durch die Prothese als auch den Diabetes mellitus begünstigt wurde. Nach Anfertigung eines Nativpräparates und einer Pilzkultur wurde eine Behandlung mit Lutschtabletten (Wirkstoff: Amphotericin) 6 x täglich verordnet, worunter es zur Abheilung kam.



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